KG Deesen · Ausgabe 2026
Just make it!

TEXVISION
VEREDELUNG

texVision beschafft, veredelt und liefert Bekleidung und Objekttextilien — Eigenware aus dem eigenen Lager ebenso wie beigestellte Fremdware. Ein Ansprechpartner, ein Prozess, ein Takt.

Veredelungsverfahren aus Transfer, Druck, Badge, Laser und Stickerei. Sechs Sortimentswelten von der Industriehose über Teamwear bis zur Campuskollektion. Abruf ab einem Stück, gesteuert über eine digitale Bestellumgebung — und ab der Freigabe getaktet bis zum Warenausgang.

72h
Von der Freigabe bis zum Warenausgang
Standardtakt für Eigen- und Fremdware
1 Stk
Mindestmenge je Abruf
auch personalisiert, an jede Adresse
19
Verfahren und Leistungen im Haus
Transfer, Druck, Badge, Laser, Stick
2
Warenströme in einem Prozess
Eigenware und beigestellte Fremdware
0 €
Kapitalbindung durch Lagerhaltung
Abrechnung per Warenausgang
Getakteter
Warenausgang
Veredelung
im Haus
Fremdware
willkommen
Digitaler
Bestellbereich
Zertifizierte
Materialien
ThermotransferDigitaldirektdruckSublimationFlex & FlockReflexdruckLasergravurWebbadgeSilikonbadgeLederpatchPrivate LabelFlachstick3D-StickTeamwearTrikotnummernVereinsbekleidungCampus Collection
ThermotransferDigitaldirektdruckSublimationFlex & FlockReflexdruckLasergravurWebbadgeSilikonbadgeLederpatchPrivate LabelFlachstick3D-StickTeamwearTrikotnummernVereinsbekleidungCampus Collection
Kapitel 01 — Profil

Ein Prozess statt
vieler Schnittstellen.

texVision ist vertikal aufgestellt: Beschaffung, Veredelung, Lagerung, Personalisierung und Versand liegen in einer Hand — und in einem Takt, der ab der Layoutfreigabe läuft.

Die meisten Reibungsverluste in der Bekleidungsversorgung entstehen nicht in der Produktion, sondern zwischen den Beteiligten: Ware kommt vom einen Lieferanten, die Veredelung vom nächsten, die Verteilung macht die Personalabteilung nebenbei. Genau diese Übergaben fallen bei uns weg.

01
Zwei Lieferanten für ein Kleidungsstück
Die Ware kommt vom Händler, die Veredelung von der Stickerei. Jeder Transportweg dazwischen kostet Tage, jede Schnittstelle erzeugt eine offene Frage — und im Fehlerfall zeigt einer auf den anderen.
02
Vorratsbeschaffung bindet Kapital
Bekleidung wird auf Verdacht bevorratet, weil Nachlieferungen zu lange dauern. Am Saisonende liegen Fehlgrößen im Regal, die niemand mehr trägt und niemand mehr abschreiben will.
03
Die Nachbestellung sieht anders aus
Ohne dokumentiertes Layout wird jedes Motiv neu interpretiert: andere Farbe, andere Position, andere Größe. Nach zwei Jahren trägt die Mannschaft drei Varianten desselben Logos.
04
Zertifizierte Schutzkleidung verliert ihre Zulassung
Ein Transfer über der Reflexfläche, eine nicht freigegebene Folie auf Flammschutz — und die Norm gilt nicht mehr. Auffallen tut das erst bei der Begehung oder im Schadenfall.
05
Bestellungen laufen über Mailverkehr
Größen im Anhang, Budgets im Kopf, Kostenstellen auf Zuruf. Die Verwaltung frisst mehr Zeit als die Beschaffung selbst und lässt sich am Jahresende nicht auswerten.
Die Antwort
Alles aus einem Haus,
alles in einem Takt.
texVision führt Ware, Veredelung, Lager und Versand zusammen. Was einmal freigegeben ist, wird dokumentiert und bleibt reproduzierbar — unabhängig von Auflage, Verfahren und Jahr.
  • Eigenware und beigestellte Fremdware im selben Prozess
  • Abruf ab einem Stück, ohne Mindestbestellwert
  • Layoutarchiv mit Verfahren, Farben und Position je Motiv
  • Versandbereit ab 72 Stunden nach Freigabe
  • Abrechnung per Warenausgang statt bei Einlagerung
Kapitel 02 — Sortimente

Sechs Warenwelten,
eine Kollektion.

Von der Produktionshalle über das Spielfeld bis in den Hörsaal. Alle Welten lassen sich in einer Kollektion und einem Bestellbereich kombinieren — und werden nach denselben Regeln veredelt und geliefert.

IW
Workbook IW
Industrie- und Berufsbekleidung
Strapazierfähige Arbeitskleidung für Produktion, Handwerk, Technik und Logistik — ausgelegt auf gewerbliche Wäsche und lange Tragezyklen.
  • Bundhosen, Latzhosen, Arbeitsjacken, Blousons, Overalls, Kasacks
  • Warnschutz EN ISO 20471, Hitze und Flamme EN ISO 11612, ESD EN 1149, Chemikalienschutz EN 13034
  • Industriewäschetauglich nach EN ISO 15797
  • Größen 42–68, Kurz-, Normal- und Langgrößen, Damen- und Herrenschnitte
HW
Workbook HW
Haushalts- und Objektwäsche
Textilien für Hotellerie, Gastronomie, Pflege und Objektbetrieb — mit denselben Veredelungs- und Lieferstandards wie die Bekleidung.
  • Frottierwaren, Bettwäsche, Bettwaren, Tischwäsche, Servietten, Molton
  • Küchen- und Thekentextilien, Schürzen, Geschirrtücher, Reinigungstextilien
  • Gewichtsklassen nach Einsatzprofil, Kochwäsche- und Chlorbeständigkeit
  • Objektbezogene Kennzeichnung und Mengenkennung je Standort
XT
Workbook XT
Specials, Schuhe, Accessoires
Alles, was die Kollektion vervollständigt — vom Sicherheitsschuh bis zum Werbeartikel im Corporate Design.
  • Sicherheits- und Berufsschuhe S1 bis S3, ESD-Ausführungen
  • Caps, Beanies, Schals, Gürtel, Taschen, Rucksäcke, Regenbekleidung
  • Persönliche Schutzausrüstung, Handschuhe, Gehör- und Augenschutz
  • Hartware und Werbeartikel mit Tampondruck, UV-Digitaldruck oder Gravur
CF
Individuals 2026
Corporate Fashion
Repräsentative Mitarbeiterbekleidung mit modischem Anspruch — für Empfang, Vertrieb, Service, Messe und Filiale.
  • Hemden, Blusen, Polos, Strick, Sakkos, Westen, Kleider, Chinos
  • Softshell, Steppjacken, Fleece, Sweat, leichte Outdoorlinien
  • Zurückhaltende Veredelung: Innenlabel, Webbadge, Lederpatch
  • Kollektionsbildung nach Corporate Design, Farbabstimmung nach Pantone
SV
Teamwear
Sport- und Vereinsbekleidung
Trikotsätze, Trainings- und Präsentationslinien für Vereine, Betriebssport und Firmenteams — mit Nummern, Namen und Sponsorenflächen ab dem ersten Satz.
  • Trikots, Hosen, Stutzen, Torwartsets, Aufwärm- und Schiedsrichterbedarf
  • Trainingsanzüge, Präsentationsjacken, Regenjacken, Hoodies, Poloshirts
  • Nummern und Namen ab 1 Stück, Sponsorenflächen nach Verbandsrichtlinie
  • Sporttaschen, Rucksäcke, Bälle, Caps und Fanartikel für den Vereinsbedarf
  • Nachversorgung einzelner Spieler über Jahre aus demselben Layout
CA
Campus
Schul- und Universitätsoutfits
Abschluss- und Jahrgangskollektionen, Fachschafts- und Fakultätsausstattung, Schulkleidung und Ausstattung für Fachräume und Schulmannschaften.
  • Hoodies, Sweater, College-Jacken, Shirts und Caps in Jahrgangs- oder Kursfarben
  • Fachschaft, Erstsemester, Tutorien, Alumni, Mensa- und Werkstattausstattung
  • Schulpolos, Sportkleidung für Schulmannschaften, Kittel für Chemie und Technik
  • Personalisierung mit Name, Jahrgang, Kurs oder Spitzname über Klassenlisten
  • Sammelbestellung mit Einzelversand und getrennter Abrechnung je Besteller
Die zugehörigen Workbooks
Workbook IW
INDUSTRIE
Berufs- und Industriebekleidung, industriewäschetaugliche Programme.
Workbook HW
HAUSHALTSWÄSCHE
Frottier-, Bett-, Tisch- und Objektwäsche für Hotellerie und Pflege.
Workbook XT
SPECIALS
Schuhe, Accessoires, Schutzausrüstung und Sonderartikel.
Katalog 2026
INDIVIDUALS
Corporate Fashion mit modischem Anspruch, ab einem Stück personalisierbar.
Für Sport- und Vereinsbekleidung sowie Schul- und Universitätsoutfits stellen wir die Kollektion projektbezogen zusammen — abgestimmt auf Sportart, Verband, Jahrgang oder Fachbereich. Ein gedrucktes Workbook gibt es dafür nicht; Sie erhalten stattdessen eine Auswahlmappe mit Mustern und Preisen.
Kapitel 03 — Veredelung

Das Verfahren folgt
dem Material.

Nicht dem Preis allein. Waschbelastung, Trageklasse und Trägermaterial entscheiden, welche Technik sinnvoll ist — die Optik kommt danach.

Alle aufgeführten Verfahren sind produktiv verfügbar. Mengen-, Zeit- und Temperaturangaben sind Richtwerte für die Planung und werden je Artikel im Angebot verbindlich festgelegt.

Code
Verfahren
Beschreibung
Eckdaten
Gruppe A — Druck und Transfer
A.01
Thermotransfer
für Industriewäsche
Vorproduzierte Transferbögen in Sonderfarben, unter Druck und Hitze aufgebracht. Das belastbarste Druckverfahren für die gewerbliche Wäsche und der Standard in der Plattformversorgung. Pantone-genau reproduzierbar.
Abruf ab 1 Stückbis 8 Sonderfarben60–75 °CIndustriewäscheab 72 h
A.02
Digitaldirektdruck
DTG
Der Druck geht direkt in die Faser, ohne Trägerfolie und ohne spürbaren Auftrag. Ideal für weiche Baumwollware, Einzelstücke und fotografische Motive. Nicht für die gewerbliche Wäsche geeignet.
ab 1 StückBaumwolle ab 80 %30–40 °Cfotorealistischab 72 h
A.03
Sublimationsdruck
Fläche und All-over
Die Farbe geht gasförmig in die Polyesterfaser über. Kein Auftrag, kein Griff, keine Kante — und praktisch unbegrenzt waschbeständig. Als All-over-Druck vor der Konfektion über das gesamte Teil möglich.
ab 1 StückPolyester ab 65 %, hellbis 60 °CIndustriewäscheAll-over 20–30 AT
A.04
Flex- und Flockdruck
Namen, Nummern, Schriftzüge
Geplottete Folie, gepresst statt gedruckt. Das schnellste Verfahren für Schriftzüge, Namen und Rückennummern — ab dem ersten Teil und in jeder Auflage identisch. Matt, glänzend, Flock, Neon, Metallic oder Glitter.
ab 1 Stück1–3 Folienfarben40–60 °Cuniversellab 72 h
A.05
Reflexdruck
Warnschutz
Retroreflektierende Folien und Transfers für Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Auf zertifizierter Warnschutzkleidung ausschließlich mit freigegebenen Materialien und Platzierungen — die Mindestreflexflächen bleiben frei.
ab 1 StückEN ISO 20471ZertifikatserhaltIndustriewäscheab 72 h
A.06
Lasergravur
Ablation
Der Laser trägt die Oberfläche kontrolliert ab. Es entsteht ein monochromes Tonwertbild ohne Fremdmaterial — besonders edel auf Leder, Softshell und Fleece. Kein Auftrag, kein Ablösen, kein Verbrauchsmaterial.
ab 1 StückmonochromLeder, Softshell, Denimbis 40 °Cab 72 h
A.07
Hartware
Tampondruck, UV, Gravur
Trinkflaschen, Werkzeuge, Schlüsselanhänger, Notizbücher, Elektronik. Damit die Ausstattung über die Bekleidung hinaus im Corporate Design bleibt — mit Sonderfarben oder im Vierfarbdruck.
ab 25 StückKunststoff, Metall, GlasSonderfarben5–15 AT
Gruppe B — Badges, Embleme und Labels
B.01
Webbadge
und Webetikett
Gewebt statt gestickt: feinste Details, scharfe Kanten, laser- oder ultraschallgeschnittener Rand. Aufnähbar, thermofixierbar oder mit Klettrücken — und auf Membran die sichere Alternative zur Durchstichlösung.
ab 100 Stückbis 8 Webfarben60–95 °CIndustriewäscheErstauflage 10–15 AT
B.02
Stickbadge
Emblem mit Merrow-Kante
Vollflächig gestickt auf Trägermaterial, mit umlaufender Kante. Das klassische Abzeichen für Vereine, Werkschutz, Innungen und Sonderfunktionen — auf Klett auch bei Funktionswechsel austauschbar.
ab 50 Stückbis 12 Garnfarbenbis 60 °Cgenäht, Klett, thermofix10–15 AT
B.03
Silikon- und Rubber-Badge
2D und 3D
Flexibles Silikon mit präzisen Kanten und hoher Farbstabilität. Chemikalien- und wetterfest — die erste Wahl auf Softshell, Nylon und Taschen, wo Stick und Druck an ihre Grenzen kommen.
ab 100 Stückbis 6 FarbenPantone-AbgleichIndustriewäsche15–20 AT
B.04
Leder- und Kunstlederpatch
Prägung oder Gravur
Geprägt oder lasergraviert, aufgenäht oder aufgeschweißt. Der Premiumakzent auf Caps, Jeans, Jacken und Taschen — zurückhaltend und markant zugleich, auch in veganer Ausführung.
ab 50 StückPrägung, Debossingbis 40 °CRind, Kunst, Vegan10–15 AT
B.05
Private Label
Umlabeln und Zubehör
Nacken- und Innenlabel, Größen- und Pflegekennzeichnung, Zipper-Puller, Kordelenden, Kokarden, Aufhänger. Aus Konfektionsware wird Ihre Marke — inklusive korrekter Textilkennzeichnung.
ab 50 StückMarke, Größe, PflegeQR- und Chargennummer10–15 AT
Gruppe C — Personalisierung und Sonderlösungen
C.01
Namen und Funktionen
personenbezogen
Vorname, Nachname, Abteilung, Funktion oder Standort. Namenslisten werden über die Plattform importiert, je Person kommissioniert und einzeln verpackt — bei Personalwechsel auf Wunsch als abnehmbarer Klettpatch.
ab 1 Stück je PersonStick, Flex, TransferListenimportab 72 h
C.02
DesignX Kits
modulares Markenset
Ein definiertes Veredelungsset je Marke: Kombination aus Badge, Label, Zipper-Puller und Motivposition. Einmal entwickelt, auf jeden neuen Artikel übertragbar — das Markenbild bleibt über Sortimentswechsel stabil.
projektbezogen2–5 Module je KitVeredelungshandbuch10–20 AT
C.03
Änderungsschneiderei
Anpassung und Reparatur
Kürzen, Weiten, Reparieren, Aufdoppeln, Reflexstreifen ersetzen. Verlängert die Nutzungsdauer und macht Konfektionsware zur passenden Ausstattung. Bei zertifizierter Schutzkleidung nur normkonform.
ab 1 StückSaum, Weite, TaschenInstandsetzung3–10 AT
C.04
Sonderproduktion
eigener Schnitt und Stoff
Wenn Konfektionsware nicht reicht: eigene Schnitte, eigene Gewebe, eigene Farben. Von der Musterkollektion bis zur Serienlieferung, mit Lab-Dip, Salesman Sample und Vorserienfreigabe — danach Übernahme in die Lagerversorgung.
ab 300 StückEU und Fernostauditierte Produktion60–90 Tage
C.05
Musterservice
Freigabemuster
Vor jeder Erstauflage entsteht ein physisches Muster: Material, Farbe, Position und Größe werden am realen Teil freigegeben, nicht am Bildschirm. Musterkosten sind bei Auftragserteilung anrechenbar.
1–3 Teile je Varianteschriftliche FreigabeAblage im Layoutarchiv3–7 AT
Gruppe D — Stickerei
D.01
Flachstick
2D, Standardstickerei
Das Referenzverfahren für Berufs- und Corporate Wear. Das Motiv wird mit Polyester-Stickgarn direkt in das Textil gestickt: hochwertig, plastisch und praktisch unverwüstlich. Die haltbarste Veredelung im Programm.
ab 1 Stückbis 15 Garnfarben60–95 °CIndustriewäscheab 72 h
D.02
3D-Stick
Puffstick
Eine Schaumstoffunterlage wird überstickt und erzeugt eine erhabene, plastische Kontur. Der Signaturlook für Caps, Beanies und Sweatware — geschlossene Formen ab etwa 4 mm Strichstärke.
ab 12 Stückbis 9 Garnfarben40–60 °CCaps, Sweat, Strickab 5 AT
Auswahlregel
Die Waschbelastung entscheidet vor der Optik. Gewerbliche Wäsche verlangt Flachstick, Industrie-Thermotransfer, Webbadge, Silikonbadge oder Sublimation. Für Corporate Fashion und Einzelstücke sind Flex und Flock, Lasergravur, Digitaldirektdruck und Lederpatch die wirtschaftlichere Wahl. Bei zertifizierter Schutzkleidung gilt immer die Herstellerfreigabe vor dem Wunschverfahren — eine unsachgemäße Veredelung setzt die Zertifizierung außer Kraft.
Kapitel 04 — Methodenmatrix

Die Entscheidung
auf einer Seite.

Alle Werte sind belastbare Richtwerte. Verbindlich wird die Angabe je Artikel, Material und Auflage im Angebot.

Verfahren Farbigkeit Ab Menge Materialien Pflege Industriewäsche Durchlauf ab Freigabe
Thermotransfer IWbis 8 Sonderfarben25 / Abruf 1BW, PES, Mischgewebe60–75 °Cjaab 72 h
Digitaldirektdruckunbegrenzt1 StückBaumwolle ab 80 %30–40 °Cneinab 72 h
Sublimationunbegrenzt1 / All-over 30Polyester ab 65 %, hellbis 60 °Cjaab 72 h / 20–30 AT
Flex & Flock1–3 Folien1 Stückuniversell40–60 °Cbedingtab 72 h
Reflexdrucksilber / farbig1 StückWarnschutz, Multinormnach Zertifikatjaab 72 h
Lasergravurmonochrom1 StückLeder, Softshell, Fleece, Denimbis 40 °Cneinab 72 h
Webbadgebis 8 Farben100 Stückuniversell, auch Membran60–95 °Cja10–15 AT / Abruf 72 h
Stickbadgebis 12 Farben50 Stückuniversellbis 60 °Cbedingt10–15 AT
Silikonbadgebis 6 Farben100 StückSoftshell, Nylon, Lederbis 60 °Cja15–20 AT
LederpatchPrägung / Gravur50 StückCaps, Jeans, Jacken, Taschenbis 40 °Cnein10–15 AT
Flachstickbis 15 Garnfarben1 Stückfast alle Gewebe60–95 °Cjaab 72 h
3D-Stickbis 9 Garnfarben12 StückCaps, Sweat, Strick40–60 °Cbedingtab 5 AT
AT = Arbeitstage · BW = Baumwolle · PES = Polyester · IW = Industriewäsche. „Bedingt" bedeutet: nach Materialfreigabe und Waschtest im Einzelfall möglich. Erstauflagen mit Werkzeug- oder Webkosten liegen über der Regelzeit, Folgeabrufe aus dem Layoutarchiv laufen im 72-Stunden-Takt.
Kapitel 05 — Platzierungen

Jede Position
hat einen Code.

Der Code steht im Layoutarchiv, auf dem Freigabemuster und in der Auftragszeile — damit die dritte Nachbestellung sitzt wie die erste.

0102 0304 0506 0708 0910 VORDERSEITERÜCKSEITE
01
Brust links
Standardposition für Logo und Wortmarke. Breite 80–110 mm, Oberkante ca. 70 mm unter der Schulternaht.
02
Brust rechts
Zweitmarke, Standort, Abteilung oder Name. Breite 60–90 mm.
03
Brust mittig
Für zentrierte Wortmarken und Einzelmotive. Breite bis 250 mm.
04
Ärmel links
Partner-, Norm- oder Kampagnenmotiv. Breite 50–80 mm.
05
Ärmel rechts
Funktionskennzeichnung, Emblem oder Klettaufnahme.
06
Tasche und Bein
Auf Brust-, Schenkel- oder Beintasche, auch als Klettpatch ausführbar.
07
Rücken groß
Die Fernwirkungsfläche. Breite 250–300 mm, bei Warnschutz nur zwischen den Reflexstreifen.
08
Nacken und Passe
Schriftzug oder Standortangabe. Breite 150–250 mm, Oberkante ca. 70 mm unter dem Kragen.
09
Saum und Hüfte
Zurückhaltende Kennzeichnung, häufig bei Corporate Fashion und Hoteltextilien.
10
Innenlabel und Kragen
Marken-, Größen- und Pflegekennzeichnung, Private Label, QR-Code.
Zusätzliche Positionen: Kappe vorn, seitlich und hinten · Kapuze · Kragenspiegel · Reißverschlussblende · Taschenklappe · Beinabschluss · Handtuchbordüre · Bettwäschesaum. Maße sind Richtwerte für Größe L und werden bei Konfektionsgrößen unter S und über XXL angepasst.
Kapitel 06 — Daten und Freigabe

Gute Veredelung
beginnt bei der Datei.

Was einmal sauber aufbereitet und freigegeben wurde, bleibt reproduzierbar — unabhängig von Verfahren, Auflage und Jahr.

01 — Anlieferung
Datenformate
Was wir brauchen, um ohne Rückfrage zu starten.
  • Vektor bevorzugt: AI, EPS, PDF oder SVG mit in Pfade gewandelten Schriften
  • Pixeldaten: mindestens 300 dpi in Originalgröße, PNG oder TIFF freigestellt
  • Farben: Pantone Solid Coated oder HKS, ergänzend CMYK und RGB
  • Stickdaten: DST, EMB oder offene Vektordatei zur Neudigitalisierung
  • Nicht geeignet: Screenshots, Web-Logos, Office-Dateien
02 — Aufbereitung
Was wir übernehmen
Datenaufbereitung ist Teil der Leistung, nicht ein Zusatzposten.
  • Nachzeichnung vorhandener Logos als saubere Vektordatei
  • Digitalisierung für die Stickerei mit Stichart, Dichte und Unterlage
  • Verfahrensgerechte Anpassung: Mindeststärken, Farbreduktion, Trapping
  • Farbabgleich auf das Trägermaterial, inklusive Sonderfarbenanmischung
  • Positions- und Maßblatt je Artikel und Größe
03 — Freigabe
Der Freigabelauf
Freigegeben wird am Teil, nicht am Bildschirm.
  • Digitale Layoutvorschau mit Position, Maß und Farbangabe
  • Physisches Freigabemuster bei Erstauflage und Materialwechsel
  • Schriftliche Freigabe durch eine benannte Person
  • Ablage im Layoutarchiv mit Layoutnummer und Verfahren
  • Änderungen erzeugen eine neue Version, die alte bleibt nachvollziehbar
Warum das Layoutarchiv der eigentliche Hebel ist
Der 72-Stunden-Takt funktioniert nur, weil bei der Nachbestellung nichts mehr entschieden werden muss. Layoutnummer, Verfahren, Position, Garn- und Foliencharge sind hinterlegt. Der Auftrag geht ohne Rückfrage in die Produktion — und ohne erneute Einrichtungskosten.
Kapitel 07 — Lieferkonzept

Zwei Warenströme,
ein Takt.

Eigenware kommt aus dem eigenen Lager, Fremdware aus der Beistellung des Kunden. Ab dem geprüften Wareneingang laufen beide durch denselben Prozess und dieselben Servicelevel.

T0–04 h
Schritt 01
Auftrag und Datencheck
Auftragsprüfung, Abgleich mit dem Layoutarchiv, Verfahrens- und Materialfreigabe, Einlastung in die Produktion.
04–12 h
Schritt 02
Kommissionierung
Entnahme der Eigenware aus dem Lager bzw. Bereitstellung der eingelagerten Fremdware, Größen- und Chargenprüfung.
12–48 h
Schritt 03
Veredelung
Druck, Transfer, Badge, Laser oder Stick nach freigegebenem Layout und definierter Platzierung.
48–60 h
Schritt 04
Prüfung und Konfektion
Sicht- und Maßkontrolle, Nachbehandlung, Etikettierung, personenbezogene Kommissionierung, Verpackung.
60–72 h
Schritt 05
Warenausgang
Versandaufgabe mit Tracking, Lieferschein und Abrechnung per Warenausgang. Die Transitzeit kommt hinzu.
Lesart
„Ab 72 Stunden" bezeichnet die Zeit von der Freigabe bis zum Warenausgang, gerechnet in Werktagen am Betriebsort ohne gesetzliche Feiertage. Die Transportlaufzeit des Versanddienstleisters — in Deutschland in der Regel ein bis zwei Werktage — ist nicht enthalten. Voraussetzung sind ein freigegebenes Layout, ein 72-h-fähiges Verfahren und verfügbare Ware.
Servicelevel
StufeZeit bis WarenausgangVoraussetzungenTypischer Anlass
Express24 StundenLagerartikel, freigegebenes Layout, Verfahren aus der Expressliste, bis 25 Stück, Anmeldung vor 10:00 UhrNeueintritt, Messe, Havariefall
Schnell48 StundenLagerartikel, freigegebenes Layout, bis 100 StückKurzfristiger Zusatzbedarf
Standardab 72 StundenLagerartikel oder eingelagerte Fremdware, freigegebenes Layout, 72-h-fähiges Verfahren, bis 250 StückRegelversorgung, Nachbestellung, Personalwechsel
Serie5–15 ArbeitstageGrößere Auflagen, Badges aus der Erstauflage, SonderausführungenStandortausstattung, Saisonrollout
Erstauflage10–20 ArbeitstageDigitalisierung, Werkzeuge, Weberei, FreigabemusterStart einer neuen Kollektion oder Marke
Sonderproduktion60–90 TageEigener Schnitt, eigenes Gewebe, Farb- und VorserienfreigabeExklusivkollektion, Sonderfarbe, Sonderausstattung
Alle Angaben in Werktagen am Betriebsort, ohne Transportlaufzeit. Bei Fremdware beginnt der Takt frühestens mit dem geprüften Wareneingang.
Wege
Zustellarten
  • Sammellieferung an den Standort, nach Kostenstelle vorsortiert
  • Einzelversand an Mitarbeitende, auch an die Privatadresse
  • Personenbezogene Kommissionierung mit Namensbeutel und Packliste
  • Spedition ab Palettenmenge, Termin- und Avisversand
Nachweis
Dokumente
  • Lieferschein mit Auftrags-, Layout- und Kostenstellenbezug
  • Sendungsverfolgung je Paket, automatisch an den Besteller
  • Sammel- oder Einzelrechnung, wahlweise mit Kostenstellensplit
  • Konformitäts- und Zertifikatsunterlagen bei Schutzkleidung
Rückweg
Retouren und Reklamation
  • Digitale Meldung im Bestellbereich, Bearbeitung in Minuten
  • Größenumtausch unveredelter Lagerware innerhalb der Frist
  • Ersatzlieferung bei Verarbeitungsfehler ohne Rückfrage
  • Rücknahme, Reparatur und geordnete Verwertung am Nutzungsende
Kapitel 08 — Fremdware

Beistellung ist
Vertrauenssache.

Und deshalb bei texVision durchgängig geregelt. Wer weiß, was mit seiner Ware passiert, kann sie ruhigen Gewissens schicken.

5 AT
Anlieferung vor dem gewünschten Warenausgang
24 h
Frist für die Meldung von Abweichungen
1–2
Teile für Material- und Verfahrensfreigabe
2 %
Ausschussregel, mindestens ein Teil je Auftrag
Ablauf der Beistellung
01 · Avis und Anlieferung
Vorabmeldung mit Artikel, Farbe, Größenspiegel und Menge. Jedes Kolli trägt die Auftrags- oder Projektnummer.
02 · Wareneingang und Zählung
Zählung gegen Lieferschein, Sichtprüfung auf Beschädigung und Verschmutzung, Erfassung von Faserzusammensetzung und Pflegekennzeichnung.
03 · Material- und Verfahrensfreigabe
Test an ein bis zwei Teilen: Temperaturverträglichkeit, Anpressdruck, Haftung, Farbwirkung, auf Anforderung Waschtest. Pflicht bei Membranen, Beschichtungen, Flamm- und Warnschutz.
04 · Einlagerung und Bestandsführung
Aufnahme in den Bestand mit eigener Artikelnummer, sichtbar im Bestellbereich. Auf Wunsch mit Meldebestand, Standortreservierung und Quartalsliste.
05 · Veredelung und Ausgang
Fertigung nach freigegebenem Layout, Endkontrolle, Konfektionierung, Versand — im selben Takt wie Eigenware.
06 · Haftung und Ausschuss
texVision haftet für Verarbeitungsfehler und ersetzt betroffene Teile. Für Materialversagen der beigestellten Ware trägt der Besteller das Risiko. Restanten werden zurückgesandt, eingelagert oder nach Weisung verwertet.
Wichtig bei zertifizierter Schutzkleidung
Warnschutz-, Flammschutz- und Chemikalienschutzkleidung verliert ihre Zertifizierung, wenn sie unsachgemäß veredelt wird — etwa durch Überdecken der Mindestreflexflächen oder durch nicht freigegebene Folien. Wir veredeln solche Ware ausschließlich mit zertifizierten Materialien, an freigegebenen Positionen und, wo erforderlich, mit schriftlicher Herstellerfreigabe.
Kapitel 09 — Digitale Bestellumgebung

Bestellen wird
zur Routine.

Jeder Kunde erhält einen eigenen Bestellbereich mit dem freigegebenen Sortiment, den hinterlegten Layouts und den eigenen Regeln — statt Größen im Mailanhang und Budgets im Kopf.

01 — Struktur
Sortiment und Zugang
  • Eigener Bestellbereich je Kunde, bei Bedarf je Standort oder Gesellschaft
  • Freigegebenes Sortiment: nur was zur Kollektion gehört, ist bestellbar
  • Eigen- und Fremdware nebeneinander in einer Übersicht
  • Zugang über Einzellogin oder Unternehmens-Single-Sign-on
02 — Steuerung
Rechte, Budgets, Freigaben
  • Bestellberechtigung nur für benannte oder ausdrücklich autorisierte Personen
  • Budget- oder Punktekonten je Person, Funktion oder Abteilung
  • Genehmigungsschritt oberhalb definierter Grenzen
  • Kostenstellen und Auftragsbezug bereits im Bestellvorgang
03 — Betrieb
Alltag und Auswertung
  • Größenberater und hinterlegte Größenprofile je Mitarbeitendem
  • Namenslisten-Import für personalisierte Ausstattungen
  • Bestellhistorie, Wiederbestellung mit einem Klick, Merklisten
  • Digitale Reklamationsmeldung mit Foto und Vorgangsnummer
  • Auswertungen nach Standort, Kostenstelle, Artikel und Zeitraum
04 — Anbindung
Schnittstellen
  • Stammdatenimport für Personen, Standorte und Kostenstellen per CSV oder SFTP
  • REST-Schnittstelle für Bestellungen, Bestände und Statusmeldungen
  • Rechnungsdaten in strukturierter Form für die Buchhaltung
  • Betrieb nach DSGVO, Datenhaltung in Deutschland, dokumentierte Löschfristen
Kapitel 10 — Normen und Verantwortung

Arbeitskleidung ist
selten nur Bekleidung.

Sie ist Schutzausrüstung, Hygieneartikel, Investitionsgut und Markenträger — und unterliegt entsprechend mehreren Regelwerken gleichzeitig.

PSA
7
Produktnormen
EN ISO 13688 · EN ISO 20471 · EN ISO 11612 und 11611 · EN 1149-5 · EN 13034 und 14605 · EN 61482 · Verordnung (EU) 2016/425 mit CE-Kennzeichnung.
WSH
15797
Wäsche und Lebensdauer
EN ISO 15797 für die gewerbliche Wäsche, EN ISO 6330 für Prüfzwecke, Pflegekennzeichnung nach GINETEX, auf Anforderung Waschtest am veredelten Muster vor Serienfreigabe.
MAT
6
Materialzertifikate
OEKO-TEX Standard 100 · GOTS und OCS · GRS und RCS · bluesign · REACH. Zertifikate sind artikelbezogen und werden je Position ausgewiesen.
ECO
0
Überbestand aus Vorratsproduktion
On-demand-Fertigung statt Bevorratung, auditierte Produktionsstätten, dokumentierte Herkunft, Verpackung nach EU-Verpackungsverordnung, Reparatur und Rücknahme am Nutzungsende.
Zertifikate und Normkonformität beziehen sich immer auf den einzelnen Artikel und die konkrete Veredelung. Prüfzeugnisse, Konformitätserklärungen und Baumusterprüfbescheinigungen stellen wir zu jeder Position bereit.
Kapitel 11 — Kommerzielle Rahmenbedingungen

Vier Positionen,
keine versteckten.

Die Preislogik ist in jedem Angebot identisch aufgebaut: Ware, Veredelung, einmalige Einrichtung, Logistik. Keine Überraschungen bei der Nachbestellung.

  • Warenpreis je Artikel, mit Mengenstaffel und fester Preisbindung über die vereinbarte Laufzeit
  • Veredelungspreis je Position und Verfahren; beim Stick nach Stichzahl, beim Druck nach Fläche und Farbanzahl
  • Einmalige Einrichtung für Digitalisierung, Transferfilme oder Werkzeuge — einmal je Motiv, nicht je Auftrag
  • Logistik nach Zustellart, mit definierter Freigrenze je Auftrag
Was sich vertraglich regeln lässt
Mengenstaffeln und Jahresbonus
Umsatzbasierte Rückvergütung auf Basis des tatsächlich abgerufenen Volumens.
Preisbindung und Nachversorgungspflicht
Feste Preise und garantierte Verfügbarkeit über die Kollektionslaufzeit.
Budget- oder Punkterahmen
Je Mitarbeitendem und Ausstattungsintervall, mit definiertem Verfallsdatum.
Musterkosten und Anrechnung
Freigabemuster werden bei Auftragserteilung auf den Auftragswert angerechnet.
Zahlungsziel und Abrechnung
Rhythmus, Sammelrechnung und Kostenstellensplit nach Vereinbarung.
Servicelevel
Definierte Reaktions- und Lieferzeiten, verbindlich statt geschätzt.
Kostentreiber, die selten im Angebot stehen
Der Stückpreis ist selten die teuerste Größe. Teuer sind Fehlbestellungen durch falsche Größen, Doppelbeschaffung ohne Übersicht, abgeschriebene Restanten und interne Bearbeitungszeit. Genau hier setzen Bestellbereich, Budgetsteuerung und Abruf ab einem Stück an — sie senken die Kosten je Tragejahr, nicht nur den Einkaufspreis.
Kapitel 12 — Zusammenarbeit

Von der Anfrage zur
laufenden Versorgung.

Vom ersten Gespräch bis zur ersten regulären Bestellung liegen in der Regel drei bis sechs Wochen. Der Aufwand auf Kundenseite beträgt etwa einen Personentag.

Phase
Schritt
Inhalt und Ergebnis
01
Bedarfs- und Trageanalyse
Wer trägt was, wie oft, unter welcher Belastung? Erfassung von Funktionen, Standorten, Größenprofilen, Normanforderungen und dem bisherigen Beschaffungsweg. Ergebnis: eine belastbare Mengen- und Kostenbasis.
02
Kollektions- und Verfahrenskonzept
Auswahl der Artikel aus den sechs Sortimentswelten, Zuordnung der Veredelungsverfahren je Trageklasse und Waschbelastung, Festlegung der Platzierungen. Musterstellung zur Ansicht und Anprobe.
03
Digitalisierung und Freigabemuster
Aufbereitung der Logodaten, Digitalisierung für den Stick, Anlage der Layouts, Produktion der Freigabemuster. Schriftliche Freigabe und Aufnahme ins Layoutarchiv.
04
Aufbau der Bestellumgebung
Einrichtung des Bestellbereichs, Sortimentsfreigabe, Rollen, Budgets, Kostenstellen und Größenprofile. Import der Stammdaten, Test durch benannte Nutzer, Kurzeinweisung. Aufwand rund ein Personentag.
05
Erstausstattung
Rollout an alle Standorte, personenbezogen kommissioniert und terminiert. Begleitung durch feste Ansprechpartner, Nachsteuerung von Größen innerhalb der Umtauschfrist.
06
Laufende Versorgung
Nachbestellung ab einem Stück, ab 72 Stunden. Quartalsweise Auswertung von Verbrauch, Budgetausschöpfung und Sortimentsnutzung, jährliche Kollektionsdurchsicht.
Kapitel 13 — Fragen und Antworten

Der Fragen-
Antwort-Katalog.

Neununddreißig Fragen, die in Ausschreibungen, Erstgesprächen und Reklamationsfällen regelmäßig gestellt werden — beantwortet, wie wir sie auch am Telefon beantworten.

Themen
Nicht dabei?
Fragen aus Ausschreibungen beantworten wir schriftlich und belastbar — inklusive Referenzen, Zertifikaten und Musterstellung. Nutzen Sie das Formular unten oder rufen Sie direkt an.
A
Lieferzeit und Takt
Der Takt startet, wenn drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: das Layout ist freigegeben und im Layoutarchiv hinterlegt, die Ware ist verfügbar, und die Bestellung ist vor dem Cut-off eingegangen. Er startet ausdrücklich nicht mit der Anfrage und nicht mit der Angebotsannahme. Bei beigestellter Fremdware beginnt er frühestens mit dem geprüften Wareneingang.
Nein. Gemeint sind drei Werktage am Betriebsort, Montag bis Freitag, ohne gesetzliche Feiertage in Rheinland-Pfalz. Eine Freigabe am Donnerstagvormittag führt damit zum Warenausgang am folgenden Dienstag, nicht am Sonntag.
Nein — nach 72 Stunden ist die Ware versandbereit und im Warenausgang. Die Laufzeit des Versanddienstleisters kommt hinzu, innerhalb Deutschlands in der Regel ein bis zwei Werktage. Wir weisen das getrennt aus, weil wir nur den Teil zusagen, den wir auch steuern.
Im Standardtakt laufen Thermotransfer aus dem Abruf, Flex und Flock, Reflexdruck, Lasergravur, Digitaldirektdruck, Sublimation auf Fläche sowie Flachstick. Nicht im 72-Stunden-Takt laufen Verfahren mit Werkzeug- oder Erstauflagenvorlauf:
  • Web-, Stick- und Silikonbadges in der Erstauflage
  • 3D-Stick und Lederpatch
  • All-over-Sublimation und jede Sonderproduktion
  • Private Label und Umlabeln in der Erstauflage
Sobald ein Badge einmal produziert und eingelagert ist, läuft der Abruf wieder im Standardtakt.
Ja, zwei. Express liefert in 24 Stunden bis 25 Stück, wenn das Layout freigegeben ist, der Artikel am Lager liegt, ein Expressverfahren gewählt wird und die Anmeldung vor 10:00 Uhr erfolgt. Schnell liefert in 48 Stunden bis 100 Stück. Beide Stufen werden vorab bestätigt, nicht nachträglich behauptet.
Der Standardtakt gilt bis 250 Stück je Auftrag. Darüber greift die Stufe Serie mit fünf bis fünfzehn Arbeitstagen, weil Rüstzeiten und Maschinenbelegung planbar eingelastet werden. Bei Standortrollouts stimmen wir stattdessen einen Terminplan mit Teillieferungen ab — das ist meist sinnvoller, als alles auf einen Tag zu legen.
B
Mengen, Preise, Konditionen
Für den Abruf aus einer eingerichteten Kollektion nicht — ein Stück genügt, auch personalisiert und auch an eine Privatadresse. Mindestmengen gelten nur je Verfahren bei der Erstauflage, etwa 12 Stück beim 3D-Stick, 50 Stück bei Stickbadge und Lederpatch oder 100 Stück bei Web- und Silikonbadges. Diese Mengen betreffen die Herstellung des Motivs, nicht Ihre Bestellung.
Aus vier Positionen, in jedem Angebot gleich aufgebaut: Warenpreis je Artikel mit Mengenstaffel, Veredelungspreis je Position und Verfahren, einmalige Einrichtung je Motiv, und Logistik nach Zustellart. Beim Stick richtet sich der Veredelungspreis nach der Stichzahl, beim Druck nach Fläche und Farbanzahl.
Nein. Digitalisierung, Transferfilme und Werkzeuge werden einmal je Motiv und Verfahren berechnet und danach im Layoutarchiv geführt. Jede Nachbestellung greift auf dieselben Daten zu — ohne erneute Einrichtung. Neu berechnet wird nur, wenn Sie das Motiv ändern oder ein anderes Verfahren wählen.
Über die vereinbarte Kollektionslaufzeit, üblicherweise zwölf bis vierundzwanzig Monate. In diesem Zeitraum sichern wir zusätzlich die Nachversorgung zu: Farbe, Charge und Artikel bleiben verfügbar, damit die Ausstattung von Neueintritten zur bestehenden passt.
Per Warenausgang. Eingelagerte Ware — auch reservierte Eigenware für Ihre Kollektion — wird nicht in Rechnung gestellt, solange sie im Lager liegt. Auf Wunsch als Sammelrechnung je Periode oder als Einzelrechnung je Bestellung, jeweils mit Kostenstellensplit.
Freigabemuster werden zum Selbstkostenpreis berechnet und bei Auftragserteilung auf den Auftragswert angerechnet. Reine Ansichtsmuster für Anprobe und Materialbeurteilung stellen wir im Rahmen eines konkreten Projekts leihweise zur Verfügung.
C
Verfahren und Material
Die Frage entscheidet sich an der Waschbelastung, nicht am Geschmack. Für gewerbliche Wäsche und tägliche Beanspruchung ist Flachstick die haltbarste Lösung, gefolgt von Industrie-Thermotransfer und Webbadge. Für feine Details, Farbverläufe und Fotomotive ist Stick ungeeignet — dort liefern Thermotransfer, Digitaldirektdruck und Sublimation das bessere Ergebnis. Auf sehr dünner oder stark elastischer Ware ist Stick zudem zu schwer; hier ist Transfer die richtige Wahl.
Beim Flachstick bis fünfzehn Garnfarben je Motiv, beim 3D-Stick bis neun. Der Thermotransfer arbeitet mit bis zu acht Sonderfarben, das Webbadge mit bis zu acht Webfarben, das Silikonbadge mit bis zu sechs. Unbegrenzt farbig sind die digitalen Verfahren: Digitaldirektdruck und Sublimation — dort sind auch Verläufe und Fotomotive kein Problem.
Technisch ja, sinnvoll meist nicht. Jede Nadel durchsticht die Membran, und die Jacke verliert an genau diesen Stellen ihre Dichtigkeit. Wir arbeiten deshalb mit rückseitiger Abdichtung oder empfehlen ein aufgeschweißtes Web- oder Silikonbadge. Bei Markenware verlangen wir zusätzlich die Freigabe des Herstellers, sonst entfällt dessen Gewährleistung.
Am besten eine Vektordatei als AI, EPS, PDF oder SVG mit in Pfade gewandelten Schriften, dazu die Farbwerte in Pantone Solid Coated oder HKS. Pixeldaten gehen ab 300 dpi in Originalgröße. Nicht verwertbar sind Screenshots, Web-Logos und Office-Dateien. Wenn nur ein solches Logo vorliegt, zeichnen wir es nach — das ist Teil der Aufbereitung und wird einmalig berechnet.
Das hängt vom Verfahren ab und steht in der Methodenmatrix je Zeile. Als Orientierung:
  • 60 bis 95 °C, industriewäschetauglich: Flachstick, Webbadge, Industrie-Thermotransfer, Sublimation, Silikonbadge
  • 40 bis 60 °C: Flex und Flock, 3D-Stick, Stickbadge
  • 30 bis 40 °C: Digitaldirektdruck, Lederpatch, Lasergravur
Bei kritischen Kombinationen führen wir vor der Serienfreigabe einen Waschtest am veredelten Muster durch.
Ja, ab einem Stück je Person. Die Namen kommen entweder aus dem Listenimport oder werden direkt im Bestellbereich eingegeben. Bei häufigem Personalwechsel empfehlen wir einen abnehmbaren Klettpatch — dann bleibt das Kleidungsstück im Bestand und nur der Name wird getauscht.
D
Fremdware und Beistellung
Ja, das ist ein regulärer Warenstrom bei uns und kein Sonderfall. Beigestellte Ware wird angenommen, geprüft, eingelagert, veredelt und aus demselben Bestellbereich verteilt wie unsere Eigenware. Vorhandene Kollektionen und Restbestände bleiben damit nutzbar.
Mit Vorabmeldung — Artikel, Farbe, Größenspiegel und Menge — und mit der Auftrags- oder Projektnummer auf jedem Kolli. Anlieferung mindestens fünf Arbeitstage vor dem gewünschten Warenausgang, damit Prüfung und Materialfreigabe innerhalb der Zusage liegen.
Wir unterscheiden zwei Fälle. Für Verarbeitungsfehler auf unserer Seite haften wir und ersetzen die betroffenen Teile. Für Materialversagen der beigestellten Ware — Farbabweichung unter Hitze, empfindliche Beschichtung, unerwartete Schrumpfung — trägt der Besteller das Risiko. Genau deshalb testen wir vorher an ein bis zwei Teilen und dokumentieren das Ergebnis. Branchenüblich vereinbaren wir zusätzlich einen Ausschuss von bis zu zwei Prozent, mindestens ein Teil je Auftrag.
Ja. Beigestellte Ware wird mit eigener Artikelnummer in den Bestand aufgenommen und ist im Bestellbereich sichtbar. Auf Wunsch mit Meldebestand, Reservierung je Standort und quartalsweiser Bestandsliste. Am Ende der Nutzung werden Restanten zurückgesandt, weiterverwendet oder nach Ihrer Weisung verwertet.
Ja, sobald die Ware geprüft und eingelagert ist und das Layout freigegeben wurde. Der Unterschied liegt nur am Anfang: Bei Eigenware ist der Bestand jederzeit da, bei Fremdware muss er erst einmal ankommen und die Materialfreigabe durchlaufen.
E
Bestellbereich und Verwaltung
Ausschließlich benannte oder ausdrücklich autorisierte Personen. Sie legen fest, ob nur der Einkauf bestellt, ob Standortleitungen eigene Rechte bekommen oder ob Mitarbeitende innerhalb eines Budgets selbst bestellen. Oberhalb definierter Grenzen lässt sich ein Genehmigungsschritt einziehen.
Ja, als Betrag oder als Punktekonto, je Person, Funktion oder Abteilung und mit Ausstattungsintervall. Der Bestellbereich rechnet den Rahmen automatisch gegen und lässt nichts zu, was ihn überschreitet. Restbudgets können verfallen oder übertragen werden — das legen Sie fest.
Ja. Auswertungen nach Standort, Kostenstelle, Artikel, Person und Zeitraum stehen als Export bereit. Kostenstelle und Auftragsbezug werden bereits im Bestellvorgang mitgegeben, damit die Zuordnung nicht nachträglich rekonstruiert werden muss.
Ja. Stammdaten für Personen, Standorte und Kostenstellen kommen per CSV oder SFTP, für Bestellungen, Bestände und Statusmeldungen steht eine REST-Schnittstelle bereit. Rechnungsdaten liefern wir in strukturierter Form. Der Zugang ist über Single-Sign-on möglich.
Von der Freigabe des Konzepts bis zum Go-live rechnen wir mit drei bis sechs Wochen, abhängig davon, wie schnell Logodaten, Stammdaten und Musterfreigaben vorliegen. Der Aufwand auf Ihrer Seite liegt bei etwa einem Personentag.
F
Qualität, Normen, Reklamation
Ja, aber nur unter Auflagen. Die nach EN ISO 20471 vorgeschriebenen Mindestflächen an fluoreszierendem Material und Reflexstreifen dürfen nicht überdeckt oder unterbrochen werden. Verwendet werden ausschließlich für den Untergrund zertifizierte Materialien. Motive platzieren wir zwischen den Reflexstreifen, bei Bedarf mit schriftlicher Herstellerfreigabe. Wird das missachtet, verliert das Kleidungsstück seine Zertifizierung — und im Schadenfall haftet der Arbeitgeber.
Artikelbezogen, weil Zertifikate immer am konkreten Produkt hängen: OEKO-TEX Standard 100, GOTS und OCS für Bio-Baumwolle, GRS und RCS für recycelte Fasern, bluesign für das Chemikalienmanagement, dazu REACH-Konformität. Bei Schutzkleidung liefern wir Konformitätserklärung und Baumusterprüfbescheinigung zur jeweiligen Position.
Über den Bestellbereich: Vorgang auswählen, Grund angeben, Foto anhängen, absenden. Sie erhalten eine Vorgangsnummer, die Bearbeitung dauert Minuten statt Tage. Bei einem Verarbeitungsfehler liefern wir Ersatz ohne Rückfrage; die beanstandete Ware benötigen wir nur, wenn die Ursache unklar ist.
Unveredelte Lagerware innerhalb der vereinbarten Frist ja, in ungetragenem und originalverpacktem Zustand. Veredelte und personalisierte Ware ist vom Umtausch ausgenommen, weil sie für niemanden sonst verwendbar ist. Um genau das zu vermeiden, arbeiten wir bei der Erstausstattung mit Anprobemustern und hinterlegen die Größe je Person.
Wir nehmen ausgemusterte Bekleidung zurück und führen sie einer geordneten Verwertung zu. Vorher prüfen wir, was sich mit vertretbarem Aufwand reparieren, kürzen oder umlabeln lässt — das ist in der Regel günstiger als eine Ersatzbeschaffung und reduziert die Kosten je Tragejahr spürbar.
G
Sport, Verein, Schule, Campus
Ja, vom einzelnen Trikotsatz bis zur kompletten Vereinsausstattung über alle Mannschaften. Der Vorteil gegenüber dem Sporthandel liegt in der Nachversorgung: Weil Layout, Farben und Nummernschrift im Layoutarchiv liegen, sieht das Trikot für einen Neuzugang in drei Jahren aus wie das des Stammspielers — und lässt sich einzeln nachbestellen statt satzweise.
Nach Belastung und Auflage:
  • Nummern und Spielernamen: Flex oder Flock, ab einem Stück, in jeder Auflage identisch
  • Sponsorenflächen: Thermotransfer, mehrfarbig und Pantone-genau
  • Vereinswappen: Flachstick auf Präsentationskleidung, Transfer oder Badge auf Spielkleidung
  • Komplettdesigns: Sublimation als All-over-Druck vor der Konfektion
Nummernhöhe, Nummernposition und zulässige Sponsorenflächen richten sich nach der Spielordnung des jeweiligen Verbands. Wir setzen die Vorgaben um, prüfen sie aber nicht rechtsverbindlich — die Freigabe der Verbandskonformität bleibt beim Verein.
Ja. Verein, Fachschaft oder Schule erhalten einen eigenen Bestellbereich mit dem freigegebenen Sortiment. Mitglieder bestellen und bezahlen selbst, die Ware geht direkt an die Privatadresse, und die Kasse sieht die Auswertung ohne selbst Bestellungen abwickeln zu müssen. Auf Wunsch mit befristetem Bestellfenster, damit Sammelaufträge gebündelt in die Produktion gehen.
Vor allem der Vorlauf. Rechnen Sie mit drei bis vier Wochen von der Motivfreigabe bis zur Auslieferung, weil Stickbadges und Lederpatches eine Erstauflage benötigen. Bewährt hat sich dieser Ablauf: Motiv freigeben, Anprobeset mit allen Größen an die Schule oder Fachschaft, Bestellfenster von zwei Wochen im Bestellbereich, danach Sammelproduktion mit personalisierter Kommissionierung. Namen, Jahrgang, Kurs oder Spitzname kommen aus der Klassen- oder Kursliste.
Nur mit Freigabe der Institution. Wappen, Siegel und Wortmarken von Schulen und Hochschulen sind in der Regel geschützt, und viele Hochschulen haben eigene Gestaltungsvorgaben für Merchandise. Wir verlangen deshalb vor der Produktion eine schriftliche Nutzungsfreigabe der zeichnungsberechtigten Stelle — das schützt die Bestellenden ebenso wie uns. Ohne Freigabe setzen wir alternativ ein eigenes Jahrgangs- oder Fachschaftsmotiv um.
Ja, drei. Erstens die Größen: Kinder- und Jugendgrößen fallen je Hersteller unterschiedlich aus, deshalb arbeiten wir hier grundsätzlich mit einem Anprobeset. Zweitens die Sicherheit: Kordeln und Zugbänder im Kopf- und Halsbereich sind bei Kinderbekleidung nach EN 14682 eingeschränkt — wir wählen entsprechend aus. Drittens das Material: Für Schulkleidung setzen wir auf nach OEKO-TEX Standard 100 geprüfte Ware und auf Veredelungen, die bei 40 bis 60 Grad haltbar bleiben.
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Erstgespräch, Bedarfsanalyse und Musterstellung sind unverbindlich. Am Ende steht eine belastbare Mengen- und Kostenbasis — und die Entscheidung liegt bei Ihnen.
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